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Eike (Elke) vom Lettehof, Zb-Nr.20291-94, WT. 03.04.1994, verstorben 23.09.2008 an einem destruierend wachsendem Nasentumor rechts. Dank an Fr. Dr. Thome in Altenaffeln, die die Situation rasch und adäquat eingeschätzt hat. Nach fast 14einhalb Jahren haben wir sie von ihrer Erkrankung erlöst. Sie hat von der Obstwiese aus unser Haus im Blick, so wie all die letzten Jahre auch.

Mutter Daike vom Lettehof (17166-84)

Vater Gunter vom wilden Jäger (14881-87)

eikefrech
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Mein Interesse an Hovawarten wurde ganz banal geweckt, nämlich beim Blättern in einem Hunderassen-Buch. Die Beschreibung eines großen, lernwilligen Wachhundes, bei dessen Zucht mehr Wert auf das Wesen und die Gesundheit als auf das Äußere gelegt wurde, ließ mich nicht mehr los. Da wir aber zu dieser Zeit noch unseren Cocker-Spaniel Dennis und zudem nur eine Mietwohnung hatten, war das Thema Hovawart erst einmal ad acta gelegt, auch wenn zumindest weitere Literatur über die Rasse mit diesem seltsamen Namen besorgt wurde.
Nachdem Dennis hochbetagt im Januar 1994 gestorben war, wich unsere Trauer nach einigen Tagen der Erkenntnis, daß die inzwischen eigenen vier Wände ohne einen Vierbeiner sehr, sehr leer sein würden. Da es nun wirklich ein Hovawart sein sollte, ließen wir uns die Welpenlisten des RZV zuschicken, in der Hoffnung, möglichst schnell einen Welpen zu bekommen. Doch die ersten Anrufe verliefen ernüchternd: Nummer 40 auf der Warteliste, Klasse Aussichten! Die nächsten Monate vergingen mit horrenden Telefonrechnungen, wurden doch Züchter zwischen München und Hamburg angerufen - ohne Erfolg. Ein Züchter aus der etwas näheren Umgebung -Theymanns aus Iserlohn- hatte ebenfalls schon alle Welpen vergeben. Auch hier: "Telefonnummer hinterlassen, falls sich doch noch etwas ergibt" und tatsächlich, am 09.Mai 1994 ruft Frau Theymann an, eine Hündin sei noch zu haben. Wir machen einen Termin.


Obwohl ich mich zum Schluß etwas verfahren habe, finde ich den Lettehof. Die Welpen haben gerade gefressen und hängen mit ihren prallgefüllten Bäuchleins etwas träge herum: Doch nach und nach werden alle wach und wollen den Besuch beäugen. Frau Theymann zieht eines der schwarzen Wollknäuel heraus: "Das ist Eike". - So, das soll also mal ein richtiger Howi werden...                                                                                                                                                                Am 01.061994 haben wir Eike dann geholt. Weil sich jemand beim Schreiben der Ahnentafel verschrieben hat, heißt sie offiziell Elke - na ja. Die ca. 90-minütige Fahrt verlief ohne Probleme. Daheim hat es schon ein paar Tage gedauert, bis sich die Kleine vom Bauernhof an ein "nomales" Haus gewöhnt hat. Das Thema der ersten Tage, die Stubenreinheit, war kein sonderlich großes. Konsequent nach jeder Mahlzeit raus, warten bis es passiert, loben. Frühmorgens direkt raus, abends spät noch einmal und nach etwas einer Woche war alles klar (von ein paar Unfällen abgesehen).
Das ausgesprochen gute Wetter lud zum Spielen und da ich zu dieser Zeit gerade für ein Examen büffeln mußte, kam mit Eikes Rhythmus mit langen Schlafpausen zwischen den Spielphasen prima entgegen.
Aus dem anfangs kleinen Wollknäuel wurde unheimlich schnell ein Hund und so beschloß ich, einen Hundeplatz zu besuchen.  Immerhin hatte ich noch nie so richtig einen Hund ausgebildet und der Meinung, daß ein so großer Hund eine vernünftige Ausbildung haben sollte, war ich schon damals. Da wir keinen Hovawartplatz in der Nähe haben, fuhren wir auf einen gemischten Platz. Die Ausbilder dort sind nicht schlecht, aber die gemeinsame Ausbildung zwischen Haltern von Rauhhaardackeln, die schon froh und dankbar sind, wenn ihr Hund ´Sitz´ macht, ist nicht mein Ding. Außerdem begann schon bald die Winterpause und ich stand wieder ohne Platz da.
Da ich bei Eikes Kauf Mitglied im RZV geworden war, erhielt ich die Vereinszeitschrift und macht darin den Hovi-Platz in Gummersbach-Lieberhausen ausfindig. Ab Januar dort Welpen-/Junghundspaziergänge zu machen, fand ich nicht übel und so fuhren wir im Januar 1995 zum allererstenmal nach Lieberhausen. Nach der üblichen Begrüßung ("der Hund ist zu dick"), reihten wir uns in die Meute der anderen Hovi-Welpen ein.
Bis heute waren wir circa 300 mal dort, machten etliche Prüfungen und lernten viel über Hunde im allgemeinen und Hovis im Speziellen. Die Arbeit mit dem Hund macht nach wie vor Freude - nicht nur mir, sondern auch Eike.

 

Letztendendes ist der Hovawart sicherlich ein Familienhund - wenn man ihn dazu macht. Gibt man ihm aber die Möglichkeit, seine Lernwilligkeit und seine Arbeitsfreude zu befriedigen, wird man sicherlich einen Hund bekommen, der meiner Vorstellung von einem “Traumhund” sehr nahe kommt.

Für mich steht fest: nie wieder ohne !

 Mit Eike haben wir unter dem Zwingernamen “Aus Gutem Grund” 1997 und 1999 gezüchtet. Näheres über Deckrüden, Welpen und Erfolge der Nachkommen gibt´s hier:

 

AUS GUTEM GRUND, FCI/RZV ZwingerNr.1895

 

 

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